Drohnen Flugerlaubnis und rechtliche Bestimmungen

By | 21. Oktober 2015

Drohnen wie Quadrocopter oder Multicopter werden als Flugmodelle bezeichnet oder auch als unbemannte Luftfahrtsysteme und unterliegen in Deutschland den entsprechenden rechtlichen Vorschriften.

Abhängig vom Aufstiegsort ist nach §16a LuftVO die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erforderlich. Diese kann schriftlich oder telefonisch erfolgen und ist in der Regel für Aufstiege in unmittelbaren Umgebungen (Kontrollzonen) von folgenden Einrichtungen notwendig:

  • Internationale Flughäfen
  • Regionale Flughäfen
  • Militärische Flughäfen

Außerhalb dieser Kontrollzonen ist in größeren Höhen ebenfalls eine Erlaubnis einzuholen.

Als Pilot sollte man sich immer über regionale Sonderheiten informieren. Hierfür gibt es gute Kartendienste, wie z.B. http://maps.openaip.net/.

http://maps.openaip.net/

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Freigabe der Drohnen Flugerlaubnis

Unter folgenden Bedingungen gilt die Flugerlaubnis von der Deutschen Flugsicherung (DFS) als automatisch erteilt. Wir unterschieden zw. Flugmodellen (Hobby bzw. sportliche Nutzung) und Luftfahrtsystemen (gewerbliche Nutzung).

  •  Max. Gewicht 5 Kg
  • Max. Gewicht 25 Kg (gewerbl.)
  • Max. Flughöhe 30 Meter
  • Max. Flughöhe 50 Meter (gewerbl.)
  • Mind. 1,5 Km Abstand zu Flughäfen
  • Flug nur in direkter Sichtweite des Piloten zur Drohne ohne Hilfsmittel
  • Ständige Beobachtung des Luftraums (Ggf. durch 2. Person)
  • Außer Kontrolle geratene Flugmodelle sind dem zuständigen Tower sofort mitzuteilen
  • Bemannter Flugverkehr hat immer Vorrang und ist ggf. auszuweichen

Im übrigen ist das FPV Fliegen, also das Fliegen aus der „First Person View“ mit Brille bzw. Monitor in Deutschland nicht verboten. Es müssen nur weiterhin oben genannten Bedingungen erfüllt sein. Gleiches gilt für das autonome Fliegen z.B. mittels GPS Koordinaten. Solange der Pilot jederzeit manuell fliegen kann und seine Drohne in Sichtweite ist, spricht nichts dagegen.

Was ist verboten?

Auch wenn wir uns gerne frei wie Vögel fühlen und unsere Drohnen überall hin lenken wollen würden, so gibt es bei „Überflügen“ einiges zu beachten. Verboten ist das Überfliegen von

  • Menschenansammlungen
  • Militärischen Einrichtungen
  • Kraftwerken
  • Krankenhäusern
  • Gefängnissen
  • Katastrophengebieten

Wie vom Autofahren gewohnt darf natürlich auch nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und Nachts ohne Beleuchtung des Fluggeräts geflogen werden.

Für den Aufstieg ist ggf. die Erlaubnis des Grundstückseigentümers einzuholen.

Für alle Piloten mit Kameras an ihrer Drohne gilt es natürlich die Einhaltung der entsprechenden Gesetze und Vorschriften zu beachten. Keine Fotos von Personen ohne deren Genehmigung!

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Versicherung

Gerade in Bezug auf den letzten Punkt empfiehlt sich der Abschluss einer Haftpflichtversicherung, welche einen ggf. auch vor etwaigen Schäden durch das Fotografieren bzw. Filmen absichert. Generell ist eine Haftpflichtversicherung in Deutschland Pflicht bei Aufstieg eines Flugmodells bzw. unbemannten Luftfahrtsystems. Im Allgemeinen deckt die private Haftpflichtversicherung das Fliegen von Drohnen nicht mit ab.

Eine gute Übersicht über mögliche Versicherungen bietet der Artikel von drohnen.de.

Vielen Dank für das Lesen des Beitrags! Ich würde mich freuen, wenn du den Beitrag über die sozialen Netzwerke teilen würdest und Blog About Tech folgst.

 

3 thoughts on “Drohnen Flugerlaubnis und rechtliche Bestimmungen

  1. Jeka

    Schöner Beitrag – weiter so!

    Ich wurde einmal gefragt ob man eine Drohne von eine Gebäude aus starten kann. Da wäre doch die Perspektive besser als von Boden aus. Muss man dann auch eine Aufstiegsgenehmigung einholen?

    Reply
  2. Pingback: WAS IHR BEIM FILMEN MIT DROHNEN BEACHTEN MÜSST! | 99FIRE-FILMS-AWARD

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